
Pflege in der Einwanderungsgesellschaft
Module für den Unterricht
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Das Modul „Demenz und Migration“
Demenzielle Erkrankungen nehmen im Alter sprunghaft zu. Die Veränderungen der Fähigkeiten bis hin zur Veränderung von persönlichen Eigenschaften belasten die Betroffenen und deren Angehörigen sehr. Oftmals entsteht mit Fortschreiten der Erkrankung eine Situation, in der die häusliche Pflege nicht mehr möglich ist. MigrantInnen sind von dieser Erkrankung mindestens genauso häufig betroffen wie einheimische Menschen gleichen Alters. Für sie und ihre Familien ist der schwierige Schritt in die stationäre Versorgung allerdings noch viel problembelasteter. Sie können davon ausgehen und haben sicherlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass sich deutsche Institutionen der Altenhilfe nicht auf migrationsspezifische Bedürfnisse eingestellt haben. Der Ablauf in stationären Einrichtungen orientiert sich zumeist neben den ökonomischen und arbeitsablaufstechnischen Aspekten an der der deutschen, christlichen Normalität.
Das Modul Demenz und Migration schließt sich an das Einstiegsmodul „Migration und Erkrankungen im Alter“ an und erscheint in der Reihe der anderen Module zum Thema „Pflege in der Einwanderungsgesellschaft“. Eine kulturelle Sensibilisierung und eigene Reflexion ist Voraussetzung zur Bearbeitung des Themas.
Im Rahmen des vorliegenden Moduls werden die SchülerInnen sich einem konkreten Krankheitsfeld nähern und gleichzeitig erfahren, dass eine individuelle Pflege und eine individuelle Anamnese unabdingbar sind. Sie werden sich damit auseinandersetzen, wie sie einen Teil zu einer interkulturellen Öffnung der Altenhilfe beitragen können.
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Bearbeitung des Moduls ein grundlegendes Verständnis für demenzielle Erkrankungen im Zusammenhang mit Migration erhalten.









